Beschreibung
Proviron wurde 1934 von Schering entwickelt und war damit eines der ersten Medikamente in der Hormonersatztherapie. Mesterolon ist Dihydrotestosteron sehr ähnlich, da es ein starkes Androgen, aber ein sehr schwaches Anabolikum ist.
Proviron allein führt nicht zu einem signifikanten Muskelaufbau. Seine wichtige Rolle liegt jedoch darin, dass es bis zu 60–65 % an das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) bindet. Dadurch können andere, schwächer an SHBG gebundene Steroide in ihre freie (aktive) Form überführt werden. SHBG bindet sehr stark an Testosteron, und etwa 95–99 % des Testosterons sind daran gebunden. Nur der freie Anteil des zirkulierenden Testosterons ist für das Muskelwachstum verantwortlich. Vereinfacht gesagt: Durch die starke Bindung von Proviron an SHBG werden andere Steroide im Steroid-Stack freigesetzt und können so ihre Wirkung besser entfalten. Proviron bindet an Aromatase-Enzyme und verhindert so die Umwandlung anderer Steroide in Östrogen. Dadurch wirkt Proviron zusätzlich als mäßig wirksames Antiöstrogen. Aus diesem Grund hat Proviron keine östrogenen Nebenwirkungen und ist daher eine willkommene Ergänzung für jeden Wettkampfvorbereitungszyklus.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Proviron nicht C-17-alpha-alkyliert ist. Stattdessen wurde es durch die Einführung einer Methylgruppe am Kohlenstoffatom 1 modifiziert, was das Hormon bei oraler Einnahme vor dem Abbau in der Leber schützt. Diese Eigenschaft teilt es mit dem oralen Primobolan. Da es nicht C-17-alpha-alkyliert ist, besteht keine Lebertoxizität, und Proviron gilt daher zusammen mit Primobolan als eines der sichersten Steroide. Androgene Nebenwirkungen wie fettige Haut, Akne, verstärkter Haarwuchs im Gesicht und am Körper sowie männlicher Haarausfall sind jedoch weiterhin häufig. Frauen sollten dieses Medikament aufgrund seiner virilisierenden Nebenwirkungen meiden. Die Unterdrückung des Testosteronspiegels ist im Vergleich zu anderen Steroiden minimal. Niedrige Dosierungen von 20 bis 25 mg können daher während der Post-Cycle-Therapie (PCT) angewendet werden, ohne diese negativ zu beeinflussen.
Übliche Dosierungen liegen zwischen 20 und 100 mg pro Tag. Manche Anwender verwenden 150 bis 200 mg täglich. Es handelt sich um ein sehr sicheres Medikament, das selbst in diesen Dosierungen kaum Nebenwirkungen hat. Ab einer Dosierung von 100 mg täglich nimmt die Wirkung jedoch ab. Ich persönlich habe die effektivste Dosierung mit 50 bis 100 mg täglich festgestellt. Proviron ist leicht erhältlich und preisgünstig. Es eignet sich für jede Steroidkombination und kann auch von Anfängern in ihre Zyklen integriert werden, um die Ergebnisse zu verbessern, ohne die Dosierung anderer Steroide erhöhen zu müssen.






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